Es wäre eine der drastischen Maßnahmen, die der „Gesundheitsplan 2040+“ der schwarz-blauen Landesregierung vorsieht, nämlich die Reduzierung der Notarzt-Stützpunkte in Niederösterreich von derzeit 32 auf 21.
Die Bürgermeister verwiesen auf die ohnehin schon seit Jahren prekäre Situation im nördlichen Weinviertel: zu wenig niedergelassene Ärzte, zu wenig Pfegepersonal, lange Wartezeiten und unzumutbare Entfernungen bis zu einer Notfallversorgung. SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Patrick Eber brachte es auf den Punkt: „Zuerst die Polizeiposten, dann die Postämter und Banken, viele Nahversorger, zuletzt die Gastronomie und jetzt nimmt man uns das Wichtigste, nämlich unsere Gesundheits- und Notfalleinrichtungen weg – so hört man es von den Leuten in unseren Gemeinden. Und sie haben recht.“
Peter Frühberger, Bürgermeister in Seefeld-Kadolz und Vorsitzender der sozialdemokratischen Gemeindevertreter im Bezirk Hollabrunn argumentiert ebenso: „Gerade in der Grenzregion haben wir jetzt schon weite Entfernungen in die jeweiligen Gesundheitseinrichtungen zu bewältigen. Künftig soll dann auch noch der Notarzt bis zu doppelt so lange Strecken zurücklegen. Das können wir unserer Bevölkerung nicht zumuten. Hier geht es um Menschenleben. Wir fordern über Parteigrenzen hinweg und mit allem Nachdruck den Erhalt des zweiten Standortes in unserem Bezirk – in Retz!“.
Landesrätin Eva Prischl sicherte zu, die Forderung an den Finanzlandesrat heranzutragen und versprach, mit den Gemeindevertretern in Kontakt zu bleiben .. und wir werden weiter berichten!